WW3 - Von der Natur abgeguckt: Was wir von Muscheln für das Design von neuen Materialien lernen können
WW3 - Lehrstuhl für Glas und Keramik
Beschreibung:
Mutter Natur hat uns Menschen schon oft inspiriert und damit zu neuen Entwicklungen und Erfindungen geführt, die unser Leben verändert und inzwischen fast selbstverständlich sind. Das bekannteste Beispiel ist mit Sicherheit das Fliegen, das wir uns von den Vögeln abgeguckt haben. Etwas weniger bekannt ist das Beispiel des Klettverschlusses – natürlich von der Klette abgeschaut – oder das des Papiers, deren Herstellung aus Holz wir von den Wespen gelernt haben. Die Natur hat aber noch weitere, ganz besondere Schätze auf Lager, von denen wir lernen können, neue Materialien mit besonderen Eigenschaften oder aus besonders günstigen Materialien herzustellen. Muscheln schützten ihren Körper durch eine Schale aus Kalk, die so geschickt aufgebaut ist, dass die Schale viel stabiler als einfacher, geologischer Kalk ist. Der Clou hierbei ist die Struktur auf der Mikrometer-Skala und die geschickte Kombination von weichen und spröden Materialen. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist das Perlmutt, aus dem nicht nur Perlen, sondern auch eine Vielzahl von Muscheln aufgebaut sind: dünne Kalkplättchen, miteinander durch geringe Mengen von Proteinen und Chitin verklebt, bauen eine Schichtstruktur auf. Durch verschiedene Experimente werden wir sehen, wie diese Schichtstruktur das besondere Farbenspiel von Perlen und Perlmutt erzeugt und wie es zu der besonderen Festigkeit führt, die der Muschel im Meer oft genug das Leben rettet.
 
Jahrgangsstufe: 8 - 12
VersuchsbetreuerInnen:

 
MB8 - Good Vibrations - Massen auf dem Weg zur Resonanzkatastrophe
LTM - Lehrstuhl für Technische Mechanik
Tim Weidauer